Girokonto für Schüler

Schüler als Inhaber von GK

Auch Minderjährige können ein eigenes Girokonto für Schüler besitzen, wenn sie zumindest das 7. Lebensjahr vollendet haben. Während Kinder unter sieben Jahren gemäß § 104 Nr. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geschäftsunfähig sind und daher als Inhaber eines eigenen Girokontos nicht in Betracht kommen, können Minderjährige ab dem vollendeten 7. Lebensjahr ein Girokonto für Kinder auf ihren Namen führen.

So dürfen minderjährige Schüler von 7 bis 18 Jahren als beschränkt Geschäftsfähige im Sinne von § 106 BGB mit Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter ein eigenes Girokonto eröffnen. Praktisch erfolgt die Kontoeröffnung so, dass die gesetzlichen Vertreter den Eröffnungsantrag unterzeichnen müssen. Gesetzliche Vertreter sind in der Regel die Eltern, soweit sie Inhaber der elterlichen Sorge sind. Ansonsten handelt für den Minderjährigen ein Vormund.

Girokonten vergleichen

Banken und Sparkassen haben unterschiedliche Regelungen darüber, ab welchem Lebensjahr sie für Schüler ein Girokonto eröffnen. Einige Anbieter lassen eine Kontoführung für Schüler ab dem vollendeten 7. Lebensjahr zu, wenn die gesetzlichen Vertreter bei der Eröffnung mitwirken. Andere Kreditinstitute eröffnen Konten erst für ältere Schüler, etwa ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. Ein Girokonto für Schüler gibt es unter Bezeichnungen wie Kinderkonto, Jugendkonto oder Schülerkonto. Vollendet der Kontoinhaber sein 18. Lebensjahr, wird das Konto für ihn als Schüler, Student oder Auszubildenden weiter geführt. In der Regel handelt es sich um kostenfreie Girokonten, die meist auch über das vollendete 18. Lebensjahr hinaus bis zu einer Alters-Obergrenze, die von Bank zu Bank unterschiedlich ist, zu gleichen Girokonto Konditionen weiter geführt werden.

Lohnt sich ein Girokonto für Schüler ?

Girokonten für Schüler sind meist ein kostenloses und risikofreies Angebot. Konten dieser Art werden auf Guthabenbasis geführt, können also nicht überzogen werden. Zudem bieten viele Kreditinstitute die Möglichkeit an, für ein vorhandenes Guthaben ein Verfügungslimit zu vereinbaren. Meist ist das Girokonto mit einer Bankkarte ausgestattet, die allerdings ebenfalls nur in Höhe eines vorhandenen Guthabens eine Verfügung zulässt. Einige Banken bieten auch für Minderjährige Kreditkarten an, die jedoch nach dem Prepaid-System funktionieren, sodass auch hier keine Überziehung eintritt.

Mit einem Girokonto für Schüler lernen Kinder und Jugendliche risikolos den Umgang mit Geld und erwerben Routine bei der Handhabung ihres Zahlungsverkehrs. Oft dient ein solches Konto zur Verwaltung des Taschengeldes und trägt zur Transparenz bei dessen Einteilung bei. Auch der Umgang mit der bankspezifischen Technik vom Kontoauszugsdrucker über den Geldautomaten bis zum Online-Banking wird so mühelos eingeübt. Wer als Schüler das 18. Lebensjahr vollendet, setzt meist die Kontonutzung, gegebenenfalls mit echter Kreditkarte und Disporahmen, übergangslos weiter fort.

Mehr zum Thema